Simson Lasten-Trike
Entwicklung und Fertigung eines dreirädrigen Transport-Prototyps auf Simson-Basis – mit eigenem Hinterrahmen, zwei gefederten Hinterrädern und maßgefertigtem Transportkasten.
Der vertraute Simson-Vorderbau blieb sichtbar. Dahinter entstand jedoch ein vollständig neues Fahrzeugkonzept: zwei Hinterräder, ein tragender Zusatzrahmen und ein großvolumiger Transportkasten.
Mehr Nutzwert, ohne die Basis zu verleugnen
Ziel war ein kleines, robustes Transportfahrzeug für private Arbeits-, Hof- und Materialtransporte. Die ursprüngliche Simson-Konstruktion sollte erkennbar bleiben, gleichzeitig musste im Heck eine tragfähige Plattform für zwei Räder und einen nutzbaren Transportbereich entstehen.
Damit aus dem schmalen Zweirad ein dreirädriger Funktionsprototyp werden konnte, mussten Fahrzeugbreite, Hinterradposition, Federung, Sitzfreiheit und Kastenvolumen gemeinsam entwickelt werden.
Die größte Aufgabe lag nicht im Kasten, sondern in der Verbindung zwischen schmalem Originalrahmen und breitem Hinterbau.
Fünf Baugruppen formen das neue Fahrzeug
Simson-Vorderbau
Vorderrad, Lenkung, Tank, Sitzposition und Motor bleiben als klar erkennbare Basis erhalten.
Hauptrahmen
Der vorhandene Fahrzeugrahmen bildet den Übergabepunkt für die neu entwickelte Heckkonstruktion.
Zusatzrahmen
Geschweißte Profile schaffen die notwendige Breite und tragen Radaufnahmen und Transportaufbau.
Federung
Zwei seitliche Federbeine stützen den Hinterbau ab und halten die Konstruktion mechanisch nachvollziehbar.
Transportkasten
Ein stabiler Grundrahmen und verschraubte Seitenflächen bilden den maßgefertigten Ladebereich.
Der Hinterbau wird sichtbar, bevor Stahl geschnitten wird
Im digitalen Modell lässt sich das Zusammenspiel von Rahmenführung, Hinterrädern, Federbeinen und Transportkasten früh prüfen. Besonders wichtig ist dabei der Blick ohne Aufbau: Erst dort werden Querträger, Diagonalen, Radaufnahmen und die Verbindung zur Simson-Basis vollständig lesbar.
Vom Aufbaukonzept zum fahrbereiten Versuchsträger
Konzept
Festlegung von Fahrzeugbreite, Hinterradposition, Ladefläche und Abstand zwischen Sitz und Transportkasten.
Rahmenbau
Zuschnitt, Ausrichtung und Verschweißung der Stahlprofile sowie Herstellung der Rad- und Federbeinaufnahmen.
Fahrwerk
Montage der Hinterräder und Federbeine, Prüfung von Freigängigkeit, Bodenfreiheit und Fahrzeugausrichtung.
Transportaufbau
Fertigung des Kastengrundrahmens, Zuschnitt und Verschraubung der Seitenflächen sowie Bau der Radabdeckungen.
Abschluss
Integration von Beleuchtung, Leitungsführung und Oberflächen, anschließend Probemontage und Funktionstest.
Vier Konflikte, vier konstruktive Antworten
Unterschiedliche Rahmenbreiten
Die schmale Fahrzeugmitte muss in einen deutlich breiteren Hinterbau übergehen.
Lösung: abgestufte ProfilführungPlatz für zwei Hinterräder
Radbewegung und Transportvolumen dürfen sich nicht gegenseitig blockieren.
Lösung: außenliegende Räder mit RadkästenAbstützung des Hinterbaus
Der breitere Aufbau benötigt eine eigene, kompakte mechanische Federung.
Lösung: zwei seitliche FederbeineZugang zum Motor
Rahmen, Leitungen und Aufbau dürfen Wartungsbereiche nicht vollständig versperren.
Lösung: offener ÜbergangsbereichDer dokumentierte Entwicklungsstand
Veröffentlicht werden nur Merkmale, die am dargestellten Prototyp erkennbar und dokumentiert sind. Angaben zu Zuladung, Geschwindigkeit oder Zulassungsstatus werden nicht geschätzt.
| Projektart | Dreirädriger Funktionsprototyp |
|---|---|
| Basisfahrzeug | Simson |
| Fahrzeugkonzept | Ein Vorderrad, zwei Hinterräder |
| Rahmen | Geschweißte Eigenbau-Stahlkonstruktion |
| Hinterradfederung | Separate Federbeine |
| Aufbau | Transportkasten mit verschraubten Seitenflächen |
| Radabdeckungen | Eigenbau |
| Beleuchtung | Separate Heckleuchten und Blinker |
| Projektstatus | Funktionsprototyp |
Ein neues Fahrzeug mit klar erkennbarer Herkunft
Das Ergebnis verbindet die kompakte Simson-Vorderpartie mit einem stabilen, großvolumigen Hinterbau. Der Transportkasten ist bewusst geradlinig und mechanisch nachvollziehbar aufgebaut. Die orange Basis bleibt als visueller Mittelpunkt erhalten, während der schwarze Rahmen und Aufbau die Eigenkonstruktion zusammenfassen.